madcats[welt]

Liebe Kevins, liebe Jaquelines …

hiermit möchten wir uns für das ständigen Dissen Eurer Namen entschuldigen. Wir wissen nun, dass Ihr von Euren Eltern noch gut behandelt wurdet. Jedenfalls im Vergleich zu dem armen Mädchen, das seit der Geburtsurkunde vier Stigmata der Namensgebung trägt:

»Angel Caitleen Summer Schigulski«

Mein herzliches Beileid – ein Leben lang.

Gefunden in den Titantic Postkarten.

Das Leben auf der Schiene

Passend zum Beitrag »Subsurface Lifeforms« möchte ich nun meine Forschungsergebnisse zu überirdischen Schienenvehikeln präsentieren. Teilsweise ähneln sich die Typisierungen, auf der anderen Seite sind sie grundverschieden:

  1. Der Pendler
    Verbringt jeden Tag mehrere Stunden in allen Arten von Zügen. Er ist grundsätzlich gut gelaunt, außer bei Verspätungen – seien es auch nur fünf Minuten. Diese Spezies verbringt aber den Großteil der täglichen Schienenreise im Halbschlaf. Wobei er durch seine angepassten Sinne immer an seiner Haltestelle aufwacht und auch dann schon zur nächsten Tür stürmt, wenn noch zehn Minuten Fahrt zu bewältigen sind. Erfahrene Pendler legen dieses Verhalten aber irgendwann ab und stehen erst auf, wenn der Zug schon zum Stillstand kam.
    Reine Pendler sind eher selten. In der Regel treten Mischformen mit den folgenden Typen auf.
  2. Der Leser
    Lesen bildet ja bekanntlich. Bei manchen dieser Exemplare ist dies aber eher zweifelhaft. Spätestens, wenn der Nachbar seine Zeitung wie ein Segel über die gesamte Sitzbreite gesetzt hat, wird man stutzig. Nach dem Beenden des Lesevorgangs landet das Presseerzeugnis als umherfliegendes Papierknäuel oder verschönert den Fußboden mit bunten _Bild_ern.
  3. Der Empfindliche
    Besonders in alten Zügen kann diese Spezies eine wahre Plage sein. Ohne Klimatisierung wird eine Regionalbahn schnell zur Sauna auf Schienen. Möchte man nun ein Fenster aufmachen, fängt man Blicke ein, die sonst bestenfalls ein mehrfacher Kindermörder ertragen müsste.
    Dasselbe Schema zeigt sich auch im Winter, wenn die Heizung das Niveau der Wärmeabstrahlung einer kleinen Sonne erreicht.
  4. Der Zombie
    Völlig übernächtigt oder aus irgendeinem anderen Grund, hängt der Zombie wie Schluck Wasser in seinem Sitz. Die fahle Haut wirkt durch Kunstlicht der Leuchtstoffröhren noch blasser, während der glasige Blick durch das Abteil gleitet. Manchmal fragt man sich schon, wann er beginnt durch den Zug zu torkeln und man besser die Schrottflinte aus dem Rucksack holen sollte.
  5. Der Laute
    Selbst morgens, kurz vor 6:00 Uhr tritt der Laute auf den Plan und nervt durch eine permanente, nicht gerade leise Unterhaltung mit einem anderen seiner Gattung. Besonders unangenehm ist dabei das Gegackere und ggf. auch Gekichere der weiblichen Variante.
  6. Der Workaholic
    Das Notebook stets griffbereit braucht er viel Platz, um auch seine Maus auf dem Sitz auszubreiten und dann im Akkord E-Mails zu beantworten. Einige Angehörige der Spezies sind so schlimm, dass sie selbst im Stehen noch die unmöglichsten Verrenkungen machen, um in die Tasten hauen zu können – besonders ein Ärgernis in der S-Bahn.
  7. Der Telefon-Junkie
    Dieser arme Teufel lebt dafür seinem Mobilfunkanbieter ein besseres Quartalsergebnis zu bescheren. Die Aktionäre sind ihm dankbar, zumindest wenn sie nicht in seiner Nähe sitzen. Der unerträgliche Stuss, den ein Telefon-Junkie täglich von sich gibt, führt auf Dauer bei unfreiwilligen Zuhörern zu Nerven- und Gehörschäden, Depressionen, Mord- und Suizidgelüsten.
  8. Das Landei
    Fährt vor 9:00 Uhr mit einem Länderticket, kann den Fahrplan nicht lesen, besticht durch einen unwiderstehlichen Dialekt und bringt in Großstädten jeden Fahrkartenkontrolleur zur Verzweiflung. Trotzdem hat ein Landei ein gewisses unterhalterisches Talent.
  9. Der Selbermörder aka der Notarzteinsatz aka der Personenschaden
    Er gehörte zwar nicht zu den Passagieren (oder doch, siehe Punkt 7), aber spielt dennoch im täglichen Zugverkehr eine große Rolle. Ohne die Verspätungen, Streckensperrungen oder besonders den umherfliegenden Leichenteilen mit anschließender Schnitzeljagd der Spurensicherung (CSI Germany), wäre der Bahnalltag doch nur halb so schön.

Stilverbrechen

München, Haltestelle Studentenstadt, ca. 15 Uhr – ich warte auf die nächste U6 und aus dem Nichts taucht er auf: der Stilverbrecher. Ein Mann, vermutlich Mitvierziger. Gekleidet in einem weißen Polohemd. Darunter ein schwarzes Ruhrpott-Proll-Unterhemd. Dazu eine kurze, weiße Hose, käsige Beine; schwarze, hochgezogene Socken und normale Straßenschuhe.

Igitt.

Die Karte des Web 2.0

Map

Eine herrliche Idee. Man beachte besonders »Google’s Volcano Fortess« (südlich der »IRC Isles«) und die »Gays of Web 2.0« bei Devian Art.

Gefunden bei xkcd.com.

Was man so treibt

Zuletzt angesehene DVDs: Spider-Man 1 und 2

Letzte Fernsehsendung: NCIS

Auf dem Nachttisch: diverse Handbücher

In iTunes läuft gerade: Mike Oldfield – Moonlight Shadow

Zuletzt gespielt: World of Warcraft

Aktuelles Lieblingsspielzeug: mein alter Rechner (ja, er läuft noch)

Was ich momentan nicht mehr sehen will, aber es beruflich muss: immer noch Damenunterwäsche


Ein guter Tag

StarCraft 2 wurde angekündigt und Schalke hat’s mal wieder versaut. Was will man mehr, wenn’s die Bayern schon nicht geschafft haben?

Danke!

Dankeschön an Blizzard für:

  1. StarCraft 2.
  2. ein Singleplayer-Spiel
  3. dass Euch die Einnahmen aus World of Warcraft nicht den Kopf verdreht haben.
  4. dass Ihr einen meiner größten Nachfolgerwünsche erfüllt.
  5. ein (hoffentlich) großes Strategiespiel nach langer Zeit.

Zum letzten Punkt möchte ich noch sagen, dass es auch nach Age of Empires 2 und Warcraft III sehr gute Echtzeitstrategie-Spiele gab, aber einfach keinen richtigen Kracher.

Starcraft wird heute noch als eines der besten Strategiespiele gelobt. Welcher andere, neun Jahre alter Titel kann das noch von sich behaupten? Eigentlich keiner, auch das erste Command & Conquer nicht.