Nasenring? Genitalpiercing? Alles harmlos!
Vorhin in den Pro7-Nachrichten (ja, ja – lasst mich Kielholen deswegen): in Holland gibts jetzt Augenpiercings. Richtig gelesen, Piercings im Auge. Dabei wird ein kleines, nach Kundenwunsch geformtes Metallplättchen eingesetzt.
Offenbar nimmt man für den zur Zeit grassierenden Selbstverstümmelungswahn nun sogar noch eine spätere Blindheit in Kauf. Anscheinend erkennen nur wenige den Widerspruch: wir bezeichnen Naturvölker als Wilde, weil sie sich als Schmuck Holzpflöcke ins Kinn rammen oder ihre Unterlippe teilweise abtrennen, um sich dort tellerartige Gebilde einzusetzen; während hier, in der sog. zivilisierten Welt, inzwischen jeder Dritte mit einem irgendeinem Metallteil am oder im Körper rumläuft, für sowas auch einen Haufen Geld zum sprichwörtlichen Fenster rauswirft und die eigene Gesundheit riskiert.
Und dann darf man sich auch noch als vernünftig denkender Mensch anhören, man wäre intolerant. Tja, dann bin ich gegenüber dem offensichtlichen Hang zu solchem Wahnsinn eben genau das. Stört mich, ehrlich gesagt, nicht im Geringsten.
Auf eins bin ich jedenfalls noch wirklich gespannt: wann kommt das erste Stammhirn-Piercing auf den Markt? Ich wette, dafür finden sich auch noch bereitwillig Abnehmer – Suizidgefährdete nicht mitgerechnet.