3D-Wahn…
Im PCX-Forum habe ich eben gelesen, dass Rollercoaster Tycoon 3 komplett in 3D-Grafik erscheinen soll. Ganz toll, Infogrames (ja, ich weiß, dass die Firma jetzt eigentlich Atari heißt).
Ich gehe jede Wette ein, dass die Spielbarkeit darunter leiden wird. Gute Aufbau- und auch Strategiespiele brauchen einfach keine 3D-Grafik, sie ist dort überflüssig wie ein Kropf. Sicher gibt es sehr gute 3D-Strategiespiele, Age of Mythology beispielsweise – Age of Empires 2 als indirekter Vorgänger gefällt mir aber immer noch besser.
Das Problem an sich ist eigentlich gar nicht mal der Umstieg in die dritte Dimension, aber fast automatisch leidet das Spiel darunter. Bestes Beispiel wäre da WarCraft 3. Sicherlich ein gutes Spiel, aber ich will Strategie, keinen Diablo-Klon mit einem erhöhten Strategieanteil und ein paar Anleihen bei Commandos.
Und ich will spielen können wie es mir Spaß macht, nicht wie es mir ein Programm mit einem blöden Einheitenlimit und in dem es fast nur Spezialeinheiten gibt, vorschreibt. Warum darf ich nicht einfach meine Basis zu einer uneinnehmbaren Festung ausbauen, dann 300 Einheiten darin horten und den Gegner einfach plattwalzen? Ich hab diese Fixierung auf hochspezialisierte Einheiten, die zwar nette Zaubersprüche oder andere Fähigkeiten haben, einfach satt. Wenn man da nicht innerhalb von zwei Sekunden den richtigen Button drückt ist die Einheit tot. Sowas gehört in Trial-and-Error-Taktikspiele a la Commandos, aber nicht in ein Echtzeit-Strategiespiel – genauso wenig wie das ganze Rollenspielgedöns.
Ein Stein-Schere-Papier-Prinzip reicht mir, ich brauche wieder Taktikanleihen noch RPG-Elemente, die unter dem Deckmantel der erhöhten Komplexität im Grunde das Gegenteil erreichen.
Hmm, mal wieder zu weit vom Thema abgekommen… na ja, was solls, ist ja mein Blog.