madcats[welt]

Danke Sat1!

Mal wieder hats die Trekkies erwischt. Es war ja ohnehin schon furchtbar nett von diesem Saftladen wegen der ersten Staffel von Star Search, den Enterprise-Sendetermin auf Samstag zu verlegen. Und jetzt, zur zweiten Season, wird Enterprise gleich ganz aus dem Programm genommen. Vielen Dank auch.

Das beste kommt aber noch: sozusagen als „Trostpflaster“ von Kirch bringt Kabel1 montags nun Voyager. Warum werden wir immer wieder mit der schlechtesten ST-Serie bestraft?

Offenbar fällt es keinem auf, aber das ganze Ding basiert auf diversen Logikfehlern:

1. Die Sternenflotte schickt ein Schiff mit Typ VIII-Phasern, relativ schwachen Schilden und insgesamt 39 Photonentorpedos los, um ein Maquis-Schiff zu jagen.

2. Der Fürsorger sollte mit seinen technischen Möglichkeiten keine große Probleme haben, seine Kollegin, die höchstens 1.000 Lichtjahre weg ist, zu verständigen.

3. Nach dem Tod des Fürsorgers hätte man die Transport-Vorrichtung der Station auf den Alpha-Quadraten programmieren können, die Voyager wäre bald zuhause gewesen und die Station hätte man einfach mit zeitgezündeteten Tri-Cobalt-Sprengköpfen zerstört.

4. Janeway erzählt Unsinn. Mit maximaler Warpgeschwindigkeit (Warp 9,975) braucht die Voyager nur etwa 14 Jahre, nicht 70. Die Autoren waren offenbar zu blöd ihre eigene Warpskala abzulesen. Die 70 Jahre entsprechen 1.000 Lichtjahre/Jahr, also 1.000facher Lichtgeschwindigkeit. Nach der Skala wäre das Warp 8.

Außerdem darf man während der ganzen sieben Staffeln unzählige Shuttles abstürzen sehen, so viele, dass wahrscheinlich selbst die Enterprise-D keine mehr in ihren drei Hangars hätte. Die Anzahl der getöteten Crew-Mitglieder dürfte die der Besatzung der Voyager auch weit übersteigen. Noch dazu dann immer dieses gekünstelte Pech, dass man immer wieder eine Heimkehrmöglichkeit in den Wind schießt.

Einfach nur noch peinlich. Die armen Autoren haben wohl ihr Pulver bei TNG und DS9 verschossen, und beglücken uns daher mit og. Geniestreichen immer und immer wieder.

Mit Enterprise gings zumindest wieder etwas aufwärts, leider kommt die eigentliche Handlung aber nur schleppend in Fahrt. Wäre es nicht Star Trek, würde es wahrscheinlich keiner mehr anschauen, denn im Vergleich zu 24, Alias oder Six Feet Under usw. ists, bis auf wenige Ausnahmen, einfach nur langweilig.