Künstliche Beharrlichtkeit…
Zuerst ein Geständnis: Ja, ich spiele »Die Sims 2« und mochte auch schon den Vorgänger sehr gern. Bitte nicht hauen, Danke.
Worum es aber eigentlich geht, ist die künstliche Intelligenz der Sims. Im Vergleich zu Teil 1 agieren sie deutlich selbständiger. Man muß sich nicht um jeden Kleckerkram kümmern. Gerade bei mehreren Insassen der digitalen Ameisenfarm, ist das praktisch und schont vor allem die Nerven.
Trotzdem kann einen die gelegentliche Sturheit der Simis zum Wahnsinn treiben. Beispiel gefällig? Mein Schützling Lara (sie ist weder Zopfträgerin, noch verfügt sie über eine überdimensionale Oberweite) hat nach einigem Hin und Her endlich ihren Schwarm Hugo geheiratet. Als fürsorglicher Sim-Schäfer wollte ich dann gleich für Nachwuchs sorgen. Lara und Hugo wurden in den Pool der Liebe gesetzt und sollten gleich zur Sache kommen, aber Pustekuchen. Mister Hugo stieg immer wieder aus dem Becken und machte sich Richtung Kühlschrank auf. Zugegeben, sein Anzeigebalken für Hunger war schon weit unten, aber noch hellgelb, also in einem vertretbaren Bereich. Hat diesen Sexmuffel allerdings nicht weiter interessiert. Bitte, dann eben nicht. Nach zehn Versuchen wurd's mir dann nämlich auch zu doof. Wenn er lieber einen Burger in sich reinstopft, als seine Frau zu beglücken – Hugos Problem.
Immerhin hat es am nächsten Abend funktioniert, nur kam dabei nichts brauchbares heraus. Dann eben beim nächsten mal, sofern Hugo denn will. Vielleicht hat er dann Kopfschmerzen, wer weiß?