Aus dem Leben eines Bahnpassagiers …
Heute morgen, 8:31 Uhr: der Zug fährt pünktlich nach München ab. Ich sitze finsterblickend mit meiner c't (verstößt zwar Gunnars Kodex, aber was soll's?) auf der Sitzbank, damit keiner auf die Idee kommt, sein Hinterteil neben mir zu parken. Meine Instant-Grimmigkeit half leider auch nicht mehr, als der Zug an der nächsten Haltestelle leider zu voll wurde.
Nun gut, gegenüber saß jetzt eine Mutter mit ihrer etwa 9 – 10 Jahre alten Tochter. Was das Gör da tat, war mir allerdings schleierhaft – in Bayern sind zur Zeit keine Ferien, aber egal. Während das Blag mit einem Lernheft seine äußerst mangelhaften Lese- und Schreibkenntnisse verbessern wollte und mir dabei den letzten Nerv getötet hat, blätterte die Mutter in einer Zeitschrift. Als ich dann in der c't umblätterte sah ich, daß sie »Praline« laß. Ein paar Minuten später, als ich wieder umblätterte, konnte ich mir nicht verkneifen mal etwas genauer hinzuschauen. Siehe da, Frau Mutter informierte sich über die angesagtesten Sex-Trends. Auf der für mich einsehbaren Seite waren Paare in eindeutigen Posen abgebildet. Der geneigte Betrachter kommt jetzt vielleicht auf die Idee, sich diese Frau in og. Stellungen vorzustellen. Eine schlechte Idee. So leid es mir tut das sagen zu müssen, aber dabei entsteht ein akuter Brechreiz und etwaige Folgeschäden kann man auch nicht ausschließen.
Abgesehen davon: wie peinlich ist es bitte, sich im Zug so ein Käseblatt vor die Nase zu halten? Noch dazu vor den Augen der eigenen Tochter… Auweia.