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Bordgeschütz? Radar? Wer braucht das schon?

Während man den Airbus A380 als Meisterstück europäischer Technologie feiert, säuft ein anderes Großprojekt regelrecht ab: der allseits beliebte Jäger 90, besser bekannt als Eurofighter.

Nach den erheblichen technischen Problemen der ersten acht ausgelieferten Modelle, geht es munter weiter. Aus Kostengründen verzichten einige Länder vorerst auf Raketenwarnsysteme, und schränken die Funktionen von Autopilot sowie Radar ein.

Als ob das noch nicht genug wäre, darf ein Eurofighter-Pilot bisher das Bordgeschütz, die Kurzstrecken-Luft-Luft-Raketen und die Flares zur Abwehr von infrarot-gelenkten Raketen nicht einsetzen. Externe Treibstofftanks sind auch tabu – dafür gibt es keine Freigabe.

Herrlich, nicht wahr? Der Stolz der europäischen Luftwaffen ist absolut nahkampfuntauglich, hat eine eingeschränkte Reichweite und wenn er mit Abwehrraketen beschossen wird, merkt der Pilot es erst, wenn die Maschine getroffen wird. Nach gut 16 Jahren Entwicklungszeit eine wirklich reife Leistung europäischer Rüstungstechnologie.