Ruby on Rails
Nach dem ich inzwischen so einiges darüber gehört habe, habe ich »Ruby on Rails« nun auch mal ausprobiert. Es ist fast schon unglaublich mit welcher Leichtigkeit man damit datenbank-basierte Web-Anwendungen schreiben kann.
Als kurzes Beispiel zum Vergleich mit PHP möchte ich mal dieses Tutorial von onlamp.com nehmen:
Die Installation überspringen wir mal, die ist bei keinem von beiden sonderlich komplex oder kompliziert. Das Beispiel »Hello World!« muß auch nicht sein.
Weiter zum Kochbuch. Soweit so gut, Datenbank und Tabellen anlegen, Konfigurationsdatei entsprechend ändern.
Nun allerdings sieht PHP gleich ziemlich alt aus. Wofür ich grundsätzlich in PHP erstmal ein HTML-Formular anlegen muß bzw. noch die entsprechenden Code-Teile, um ein Rezept einzufügen, braucht Ruby on Rails nur ein paar Kommandozeilen-Befehle und eine Zeile Code. Danach kann man sofort Rezepte einfügen, ändern/löschen oder anzeigen lassen. Was in Rails nur ein paar Minuten dauert, würde in PHP sicherlich 15 – 20 Minuten in Anspruch nehmen – nur für die eigentliche Funktionalität.
Zugegeben, was Ruby da ausspuckt sieht nicht sonderlich toll aus, daher kann man sehr simpel über eine Art Template-Datei alles ändern. Man verwendet ganz normales HTML mit integrierten Script-Anweisungen. Funktioniert etwa so, als würde man in PHP eine Template-Engine wie Smarty verwenden.
PHP dürfte wirklich in Schwierigkeiten kommen, wenn Ruby on Rails sich weiter verbreitet. Wobei PHP immer noch den Vorteil hat, daß es sehr einsteigerfreundlich ist. Rails dagegen setzt auf eine objektorientierte Arbeitsweise, was es für Anfänger natürlich deutlich schwieriger und undurchschaubarer macht. Hält einem allerdings dann auch die blöden Script-Kiddies vom Hals, die meinen, sie könnten programmieren, weil sie ihr Gästebuch mal eben in PHP hingehackt haben.