madcats[welt]

Casino Royale

**Wer den Film noch nicht gesehen hat, sollte besser nicht weiterlesen.
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Trotz der guten Kritiken war ich immer noch skeptisch, aber der neue Streifen hat sämtliche Zweifel ausgeräumt. Endlich ein James Bond, der glaubwürdig wirkt und sich auch als das erkennt, was er ist: eiskalt, ein Spion und Profi-Killer.

Die bissigen Dialoge mit – der wie immer genialen – Eva Green, sind eine Wohltat gegen den pubertären Blödsinn, der einem in »Die another Day« vorgesetzt wurde. Dazu kommt eine realitätsnahe Geschichte ohne Superwaffen, Gimmicks wie unsichtbare Autos und Bösenwichten, deren Motivation sich davon abgehebt, den Planeten zu sprengen.

»Casino Royale« hat genau die richtige Mischung, ohne es zuviel und übertrieben krachen zu lassen. Spannung kann man auch anders aufbauen, wie der Poker-Wettbewerb zeigt. Es gibt genug Ruhephasen, so daß man sich nicht mehr von Action-Szene zu Action-Szene gehetzt fühlt.

Außerdem gibt es kein richtiges Happy End, was schon fast einem Traditionsbruch gleichkommt. Wer hätte schon gedacht, daß das Bond-Girl wirklich stirbt?

Für mich gibt es nur einen Kritikpunkt, der aber mit dem eigentlichen Film wenig zu tun hat: die Altersfreigabe ab 12 ist ein Witz. Ich weiß nicht, was die FSK in letzter Zeit dazu treibt – vorsichtig formuliert – so mild zu bewerten …