Grufties im Weltraum
Darf ich vorstellen? Mein Necron-Lord. Er befindet sich gerade auf dem Dunklen Kreuzzug gegen alles Lebende. Warum? Weil die C’tan es so wollen, aber das ist ein anderes Thema.
Zusammen haben wir schon die Imperiale Armee, Chaos-Truppen, Space Marines und die Tau von Kronus vertrieben. Anfangs war es ein Heidenspaß, dank extremer Feuerkraft und ziemlicher Standfestigkeit der Necrontruppen, die meisten Regionen im Schnellgang leerzufegen. Leider wird es mit der Zeit langweilig.
Es läuft immer gleich ab: Basis etwas ausbauen, ein paar Necron-Krieger und Extinctoren ausheben, den Gegner plattwalzen. Funktioniert sogar in höheren Schwierigkeitsgraden nahezu ausnahmslos.
Die ohnehin schon etwas eintönigen Missionen werden mit den Necrons daher noch langweiliger – wirklich sehr schade. »Dawn of War« und »Winter Assault« hatten zwar sehr kurze, aber wirklich gut inszenierte Kampagnen. »Dark Crusade« sollte anders sein, wogegen ja auch nichts einzuwenden ist.
Dummerweise hat Relic die Chance verpaßt, eine gute Mischung aus dynamischen und gescripteten Elementen abzuliefern. Selbst das viel gescholtene »Schlacht um Mittelerde« bot da mehr. Dazu kommt die, weiter oben schon angesprochene, Unausgeglichenheit. In der Kampagne sind die Necrons einfach zu stark.
So, jetzt aber genug der negativen Kritik. Trotzdem »Dark Crusade« ist ein sehr gutes Spiel geworden und für jeden »Dawn of War«-Veteran empfehlenswert.
P.S.: wer mehr über Warhammer 40.000 erfahren will, dem ich kann das Lexicanum nur empfehlen.