Übersetzungswahn
Die ersten paar Tage meines Ausflugs nach Azeroth sind vorbei. Viel geändert hat sich nicht, auch wenn mir erstaunlich wenige Leute über den Weg gelaufen sind, die mich Anfang des Jahres dazu veranlaßt hatten kein World of Warcraft mehr zu spielen.
Dafür nervt die Zwangseindeutschung von warcraft-spezifischen Eigennamen umso mehr. Als Sentinel Hill zur Späherkuppe wurde, war das schon reichlich gewöhnungsbedürftig, aber noch annehmbar.
Wenn ich aber nun Jaina Prachtmeer (Proudmoore) begegne oder über Grom Höllschrei (Hellscream) bzw. Malfurion Sturmgrim (Stormrage) lesen muß, stellen sich mir die Nackenhaare auf. Als wären Sturmwind (Stormwind), Eisenschmiede (Ironforge) und Eschental (Ashenvale) noch nicht genug gewesen.
Alle genannten Namen tauchen auch in den Strategie-Titeln auf und sind seit zehn Jahren etabliert. Ich kann mir beim besten Willen nicht erklären, was die Verantwortlichen antreibt das ändern zu wollen und noch dazu die stellenweise hanebüchenen Übersetzungen auch noch ins Spiel aufzunehmen.
Außerdem sind wir nicht in Frankreich, wo bei jedem nicht-französischen Wort sofort die Sprach-Inquisition auftaucht.