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Firefox 3

Eigentlich wollte ich die Finger von den Beta-Versionen lassen, nachdem mich die erste mit 1,3 GB Prozessgröße (OS X) überraschte. Die Beta 3 hingegen reizte dann doch und macht richtig Spaß. Dass über 350 Speicherlöcher gestopft wurden, merkt man deutlich. Selbst nach mehreren Stunden mit zig Tabs, kam er nur knapp über 100 MB (Windows). Der neue »Memory Cycle Collector« scheint gute Arbeit zu leisten und durch »FUEL« sollten auch in den Extensions die Lecks weitgehend unter Kontrolle bleiben.

Gecko 1.9 geht ordentlich zur Sache: der Umstieg auf Cairo hat einen ordentlichen Schub gebracht. Firefox 3 rendert damit fast so schnell wie Opera. Viel wichtiger ist aber das Steigern der Javascript-Leistung, die erheblich verbessert wurde. Die Sonderzeichen-Tabelle in TinyMCE wirkt regelrecht entfesselt: während man in Firefox 2 noch min. zwei bis drei Sekunden warten musste, passiert der Aufbau jetzt augenblicklich.

Ganz neu ist »Places«, die Vereinigung aus History und Bookmarks. Beides wird nun in einer SQLite-Datenbank gespeichert, was den Zugriff auf die Daten vereinfacht. In der Adressleiste werden nicht mehr nur die URLs aus der History durchsucht, sondern auch Seitentitel und Bookmarks. Letzteren kann man nun Tags zuweisen, was einem das Wiederfinden in großen Listen erleichtert.

Natürlich funktioniert wieder ein Großteil der Extensions und Themes wieder nicht, aber das ist bei einer Firefox-Beta schon Standard. Adblock Plus, Firebug, DownThemAll, CustomizeGoogle etc. sind aber schon entsprechend angepasst oder als passende Beta erhältlich.

Abschließend kann ich nur sagen, dass es von Firefox 2 auf 3 ein deutlich größerer Schritt ist, als noch beim letzten großen Versionswechsel. Man scheint sich wieder auf das zu konzentrieren, was Firefox ausmacht: ein schlanker und schneller Browser, den man über Extensions und Themes individuell anpassen kann. Ich freue mich auf die finale Version und dass sie viele Leute überzeugen wird.