madcats[welt]

OpenDNS

Nachdem es in letzter Zeit immer wieder zu Problemen mit den DNS-Servern von Kabel Deutschland (KDG) kam, entschloss ich mich gestern OpenDNS eine Chance zu geben. Bisher hat sich der Wechsel gelohnt. Die Antwortzeiten von OpenDNS sind wesentlich kürzer und erhöhen damit die Surfgeschwindigkeit tatsächlich. Dazu ist das Netzwerk nahezu ausfallsicher über zwei Kontinente aufgebaut.

Leider haben die KDG-DNS-Server immer wieder Probleme, dass die Auflösung mancher Domains grundlos fehlschlägt und wie oben schon erwähnt, sind sie nicht gerade die schnellsten.

OpenDNS ist kostenlos und finanziert sich über Werbung. Wenn eine Domain nicht gefunden werden kann, wird man auf eine Seite von OpenDNS weitergeleitet, die wie Google kontextbezogene Werbung einsetzt und Alternativorschläge zur nicht gefundenen Domain macht – dieses Verhalten lässt sich aber abschalten.

Dazu gibt es verschiedene Services wie Statistiken, White List, Black List, automisches Blocken bestimmter Seitengruppen (Phishing-Seiten, Porno-Seiten, illegale Seiten …), Tippfehlerkorrektur, Abkürzungen (gs für gamestar.de z.B.) etc.

Diese Dienste werden über einen Account bereitgestellt, in dem man einfach seine aktuelle IP angibt. Für Provider mit dynamischer IP-Vergabe, gibt es Programme, die regelmäßig die momentane IP an das OpenDNS-Konto senden.

Hier liegt auch der Knackpunkt am System. Theoretisch ist OpenDNS damit in der Lage, Profile des Surfverhaltens zu erstellen und damit Geld zu verdienen. Wobei versichert wird, dass das nicht passiert und die Statistikfunktionen wie auch alle anderen Möglichkeiten freiwillig sind.

Da der Account aber genauso freiwillig ist, sehe ich kein großes Problem darin. Letztendlich muss es jeder selbst entscheiden. Ich sehe jedenfalls mehr Vor- als Nachteile und bereue den Wechsel nicht.