Galaxy on Fire

Letzte Woche sah ich durch Zufall Galaxy on Fire im App Store. Die Beschreibung las sich wie Freelancer im Westentaschen-Format und genau das ist es auch. Das Spiel selbst ist schon länger auf Mobiltelefonen erfolgreich – nun auch auf dem iPhone/iPod touch.
Man spielt Keith Maxwell, einen hochdekorierten Kampfpiloten, der aus dem Militär ehrenhaft entlassen wurde. Als Dankeschön für seine Dienste bekam er am Ende seiner Dienstzeit einen Raumjäger. In den ersten Missionen wird man noch an die Hand genommen und kann sich seine Auftraggeber nicht aussuchen. In erster Linie eskortiert man Frachter oder jagt die fiesen Vossk durchs All. Wie in Freelancer sammelt man dabei auch Trümmer auf, die man später auf den Raumstationen verkaufen kann.
Nach dem man sich genug mit den Vossk geprügelt hat, wird man in die riesige, 500 Planeten umfassende, Galaxie entlassen und kann sich sein Geld als Händler und/oder Söldner verdienen. Ebenfalls wie in Freelancer gibt es dafür ein großes Arsenal an Handelsgütern, Waffen, Schiffsystemen und natürlich Raumschiffen.
Um seinen Jäger optimal zu steuern, bietet einem Galaxy on Fire zwei Möglichkeiten: die Bewegungs-Sensoren oder Touch Control, eine Art virtuelles Gamepad auf dem Touchscreen. Gerade ersteres funktioniert ausgesprochen gut, da man die aktuelle Position des iPhones kalibrieren und die Empfindlichkeit einstellen kann. Anders als z.B. in Super Monkey Ball kann man sich so die Haltung seines Geräts bzw. der Hände aussuchen und genau bestimmen, wie stark es auf die Bewegungen reagiert. Damit setzt das Spiel wirklich Maßstäbe.
Mit Touch Control kam ich leider nicht sonderlich gut klar, da man leicht vom vorgegebenen Feld zu weit abrutscht und ich auch den Eindruck hatte, dass nicht alle Eingaben korrekt umgesetzt werden. Mit Version 1.1 sollte sich das aber inzwischen verbessert haben.
Zur Präsentation von Galaxy on Fire kann ich nur eins sagen: toll! Grafisch erste Sahne, ebenso die Geräuschkulisse. Sprachausgabe gibt es natürlich keine, aber das ist angesichts der Downloadgröße auch mehr als verständlich. Die Dialoge finden in den üblichen Textfenstern statt und sind zuweilen recht witzig. Außerdem gibt es jede Menge Zwischensequenzen in Spielgrafik.
Die Grafik hat leider ihren Preis. Der Hersteller empfiehlt das iPhone vor dem Spielstart neuzustarten, damit genug RAM frei ist und um dadurch bedingte Abstürze zu vermeiden. Seit dem gestrigen Update auf Version 1.1 scheint sich dies aber deutlich gebessert zu haben. Außerdem hat man die Ladezeiten deutlich reduziert und noch einige andere Dinge behoben bzw. verbessert. Ein ausführliches Change Log gibt es im App Store.
Fazit
Wer Freelancer oder auch die X-Serie mag und ein iPhone bzw. einen iPod touch besitzt kann wirklich nichts falsch machen. Die knapp fünf Euro sind auf keinen Fall falsch investiert. 15 bis 20 Stunden Spielzeit sind für diesen Preis wirklich grandios. Viele Titel für PC und Konsole kosten mehr als das zehnfache und beschäftigen einen gerade mal genauso lange, wenn überhaupt …