Windows Vista …
… überrascht. Angenehm. Die Installation hat sich zwar gezogen wie Kaugummi, aber das lag wohl eher an der Kombination aus DVD-Rohling, Brenngeschwindigkeit und DVD-Brenner als Lesegerät. Nach gut 90 Minuten hatten es sich die 8 GB auf der Partition so richtig gemütlich gemacht und Vista startete.
Lief aber sonst reibungslos. Treiber wurden kaum gebraucht, nur für die Soundkarte und den SATA-Controller. Alles andere hatte Vista korrekt erkannt und die entsprechenden Treiber parat.
Der Systemstart dauert – trotz meiner altertümlichen Hardware – kaum länger als mit XP. Interessanterweise liegt auch der RAM-Verbrauch in erträglichen Bereichen, selbst mit Aero Glass. Einzig die Prozessorlast ist generell höher, aber das sollte bei einem Athlon XP 1.800 nicht weiter verwunderlich sein.
Viele, eigentlich fast alle Anwendungen laufen etwa gleich schnell. Nur die Installationsprogramme sind etwas langsamer, zumindest die von Microsoft. Das Setup von Office 2007 und Visual Basic .net, war subjektiv eine ganze Ecke lahmer als unter XP. Ansonsten konnte ich bisher aber keine nennenswerten Unterschiede feststellen.
An Spielen habe ich bisher nur GTA Vice City ausprobiert und das ging perfekt. Werde demnächst noch mit anspruchsvollerern Titeln testen, wie stark die Unterschiede zwischen Vista und XP momentan sind. Dabei darf man aber nicht vergessen, daß Vista in der Beta-Phase ist und es derzeit kaum entsprechende Treiber gibt (z.B. keine für den nForce 2 und meine Radeon).
Der Rest dürfte nicht weiter überraschend sein. Aero Glass sieht nett aus und bietet mit der Echtzeit-Vorschau in der Task-Leiste bzw. bei Windows-Taste + Tab, mal ein wirklich brauchbares Feature, abseits des Eye-Candy-Wahns. Die Bedienung ist komfortabel und vereinheitlicht, nur das neue Startmenü kann mich nicht überzeugen – ich bin sowieso ein Fan der klassischen Variante.
Gibt eigentlich kaum was zu meckern, außer daß sich der Explorer bisher die Größen-Einstellungen für die Folder-Ansicht nicht merkt und daß Miranda nicht (vernünftig) läuft. Wobei das nicht die Schuld von Vista ist. Viel mehr die Entscheidung Entwickler, im Jahr 2006 allen ernstes noch DLLs in 16 Bit zu benutzen. Wozu? Keine Ahnung, Miranda läuft nicht mit Windows 3.1 …
P.S.: Dank der neuen Schriftarten, kann ich mich sogar mit Clear Type anfreunden.