madcats[welt]

Design

Morn hat in seinem Weblog einen sehr schönen Eintrag zum Thema Design geschrieben.

Hier erstmal der Link: http://www.mornography.de/2005/12/15/fuer-einfache-designs/

Ich kann Morn da nur voll und ganz zustimmen. Webdesign heißt heute meist, daß man möglichst viel auf eine Seite quetscht. Damit meine ich Grafiken en masse, Flash-Animationen, Javascript-Orgien oder gar Java-Appletts. Gezielt eingesetzt sind sie durchaus sinnvoll, aber meist werden Seiten einfach völlig überladen. Die Bedienbarkeit ist den Namen nicht wert. Der Quellcode eine Katastrophe, die ohne jeden Sinn und Verstand einfach zusammengehackt wurde. Firmen bezahlen dann für sowas noch einen Haufen Geld.

Wie Morn treffend schreibt, einfache Designs haben nur Vorteile, abgesehen hiervon: sie sprechen die Generation »Klickibunti« (ich wollte dieses Wort eigentlich nie benutzen) nicht an. Da die mir allerdings sonstwo vorbeigeht, zurück zum Thema.

Einfache Designs sind schnell erstellt, gut erweiterbar und simpen zu bedienen. Sofern man HTML und CSS durchdacht einsetzt, zeigt sich das auch in einer Flexibilität, die bei herkömmlichen Tabellen-Layouts nie vorhanden sein wird. Es ist möglich die ganze Seite mit Änderungen an nur einer Datei komplett anders aussehen zu lassen. Zugegeben, einige Kompromisse durch diverse Macken einiger Browser sind unumgänglich, aber das Problem hat man eigentlich bei jeder größeren Website. Aber je komplizierter und undurchdachter (nicht zwangsläufig, aber das ist meist der Fall) es wird, desto mehr muß man mit den Browsern kämpfen.

Gutes Design ist simples und durchdachtes Design! Wir brauchen keine Tabellenmonster und Flash-Overkills mehr.

Ein Traum wird wahr …

Liebster Nis,

ich habe Dir einen Traum erfüllt. Kommentare können von ihren Verfassern nun geändert werden, ganz ohne Login. Dank des »Ajax.InPlaceEditor« von script.aculo.us sogar ohne dafür eine neue Seite laden zu müssen.

Ein Klick auf den Kommentartext genügt und schon kommt das nötige Formular.

Viel Spaß!

Darstellunsprobleme

Falls jemand mit dem Beige-Skin Probleme hat, sollte normal Neuladen genügen. Falls das nichts nützt, bitte den Cache löschen. Ich hab den HTML-Aufbau und das Stylesheet entschlackt. Dazu kommt die neue durchsichtige Leiste (die Transparenz wird erst ab Firefox 1.5 unterstützt) am Fuß der Seite, mit der Versionsangabe und der Auswahlmöglichkeit für die Skins. Falls sich jemand durch die Leiste gestört fühlt: man kann sie über den Klick auf den X-Button unten rechts ausblenden lassen. An dieser Stelle noch herzlichen Dank an script.aculo.us. Eure JavaScript-Bibliotheken sind wirklich toll!

Achtung, Werbung!

Nein, es folgt kein abfälliger Kommentar über die neuesten Nervideen diverser Privatsender.

Morns aufeinander.de ist wieder da. Sieht nach Dating-Seite aus? Ja, das stimmt auch. Man kann aber genauso gut jemanden suchen, den man nicht kennenlernen, sondern einfach nur als Feind haben will.

Eine hübsche Idee, aber vor allem originell und cool gemacht – kein 08/15-Krempel, wie's ihn sonst überall gibt.

Ich zahle, also bin ich

Hat man das Recht sich in einem Forum jenseits der Logik, des gesunden Verstandes und wider jeglicher Regeln aufzuführen, wenn man dafür bezahlt? Darf man dort jeden beleidigen, beschimpfen und bedrohen, der einem nicht paßt? In jedem freizugänglichen Forum würde man dafür verwarnt oder gleich an die Luft gesetzt. Nicht so bei der zahlenden Kundschaft, die sich scheinbar alles erlauben kann. Mehr als eine temporäre Sperre hat man nur in wirklich extremen Fällen zu befürchten.

So bildet sich eine »Gemeinschaft« aus verzogenen/vernachlässigten Kindern ohne jeglichen Anstand und Manieren, sowie notorischen Nörglern, die ohne Sinn und Verstand nur auf ihre Rechte als zahlende Kunden pochen. Jeder, der nicht in ihre Traumwelt paßt, wird solange mit geistigem Sondermüll, Beleidigungen u.ä. bombardiert, bis dieser keine Lust mehr hat und geht.

Das elitäre bzw. hämische Gehabe gegenüber Nichtzahlern ist da nur noch die Spitze des Eisbergs. Es ist schon grotesk mit welcher Frechheit, Primitivität, ohne jeden Sinn für Anstand und mit welchem Haß dort jeder, der nicht nach ihrer Ansicht des überwiegend sehr jungen Publikums, nicht dazugehört, gehetzt und gescholten wird. Die Hexenjagd der Moderne könnte man fast schon behaupten.

Armes Deutschland

Wenn es nach dem Hamburger Landgericht geht, sind Website-Betreiber dazu verpflichtet sämtliche Beiträge von Nutzer auf ihre rechtliche Unbedenklichtkeit zu überprüfen – selbst, wenn es sich um mehrere hunderttausend Forenbeiträge im Monat handelt. Das gleicht einem Todesurteil für freie Foren, Gästebücher, Weblog-Kommentare und sogar für Chats.

Hier der konkrete Fall: http://www.heise.de/newsticker/meldung/66982

Ich hoffe sehr, daß sich der Heise Verlag und der gesunde Menschenverstand hierbei durchsetzen werden.

Nachtrag (7.12.2005): Wie im PCX-Forum steht, gibt es bisher überhaupt keine schriftliche Begründung des Urteils. Den Jihad gegen das Landgericht Hamburg sollte man daher besser erstmal pausieren und abwarten, was wirklich Sache ist.

Ziemlich affig

Ich gestehe: bis vor ein paar Tagen habe ich Monkey Island 4 immer nur kurz angespielt. Inzwischen bin ich wohl Masochist genug, mir diese Steuerung anzutun. Obwohl ich mir nach dem Ende von Grim Fandango geschworen hatte, kein Spiel mehr diesem Murks mehr anzufassen.

Zugegeben, es hat sich gelohnt. Ein tolles Adventure, aber selbst wenn man sich mit diesem Rumgeeiere angefreundet hat, flucht man immer wieder, falls Guybrush irgendwo hängen bleibt oder man nur beschwerlich ans Ziel kommt.

Es dürfte wohl auch das größte Geheimnis der Branche sein, was sich Lucas Arts dabei gedacht hat? SCUMM bzw. ähnliche Systeme sind weit überlegen und verursachen keine grauen Haare.

Es bleibt eigentlich nur eine Möglichkeit: Entwickler sind manchmal richtige Sadisten oder sie mögen es, wenn ihr Steuerungskonzept einer guten Spielidee im Weg steht.

Killerspiele

Am aggressivsten machen Videospiele jene, die davon keine Ahnung haben.

Diesen Satz möchte ich stellvertretend für den ganzen, unten verlinkten Kommentar zitieren. Besser auf den Punkt bringen kann man es nicht. Bleibt nur zu befürchten, daß es bei den üblichen Verdächtigen auf taube Ohren stoßen wird.

Quelle: Financial Times Deutschland