madcats[welt]

Tuxident Evil

Vorab: ich habe nichts gegen Linux und auch nichts gegen Open Source.

Lieber SUSE-Tux,

vorhin habe ich mir das GameStar-Spezial zu Linux gekauft. Auf der DVD ist SUSE Linux 9.1 Personal, diverse Patches, Treiber usw.

Die Installation ging schnell und komfortabel. Nach gut 25 Minuten lief alles einwandfrei. Da nur Konqueror mitgeliefert wurde, habe ich mir Firefox runtergeladen und installiert. Verlief nicht minder bequem als unter Windows. Leider weigerte sich der Feuerfuchs beharrlich zu starten. Keine Fehlermeldung. Erst als ich ihn über die Konsole aufgerufen habe, kam die Meldung, daß eine Datei fehlen würde. Interessanterweise lag sie aber im Firefox-Verzeichnis.

Nun gut, Konqueror mag ich nicht sonderlich, also lud ich Mozilla runter. Installation problemlos, Mozilla lief. Lustigerweise hat der große Bruder dem Fuchs wohl in den Allerwertesten getreten, sprich Firefox lief nun auch. Schön.

Dann war licq an der Reihe. Das war nicht schön. Invisible ging nicht, meine Kontakte wurden nur mit der UIN dargestellt und netterweise sogar teilweise in die entsprechenden UINs umbenannt (was ich erst später wieder mit Miranda gesehen habe). Okay, dann eben gaim.

Auf der gaim-Seite gibt's leider keine rpms für Suse, also her mit dem Quellcode. War eh schon scharf drauf, mal die berühmten Worte »./configure«, »make« und »make install« zu benutzen. Configure meinte, daß das »pkg-packer« und »GLib« fehlen. Alles klar, rpms rausgesucht, installiert und dann das ganze nochmal. Der PKG-Packer ging, GLib wurde als vermisst gemeldet. Da ich das Paket aber installiert hatte und es YaST auch anzeigt, kam mir das ziemlich spanisch vor. Die Idee mittels »su« das ganze als Root auszuführen half auch nichts.

Mir wurd's dann zu doof, also habe ich ein gaim-rpm für SUSE 9.x gesucht. Erfolgreich. Bei der Installation sprangen mir dann die Abhängigkeiten entgegen. Okay, Pakete aufgeschrieben, runtergeladen und beim Installieren gemerkt, daß diese Pakete auch nochmal Abhängigkeiten haben. Juhu.

Ende der Geschichte.

Mich stört das ganze jetzt weniger, da ich den festen Willen habe, mich in die Materie Linux einzuarbeiten. Wenn allerdings ein typischer Windows-Nutzer einfach mal SuSE installiert, gefällt es ihm zunächst sicher. Dann will er online gehen, auch kein Problem. Aber spätestens bei gaim, sofern es nicht mitgeliefert wird, wird's knifflig. Selberkomplilieren kann genauso ausfallen, wie in og. Beispiel und die rpm-Installation ersäuft regelrecht in Abhängigkeiten, trotz Nettigkeiten wie YaST.

Da muß einfach noch viel getan werden, bis Linux wirklich massenkompatibel wird. Jeder, der vorher schon mal was mit Windows zu tun hatte, wird bei solchen Problemen nämlich nur eins denken: »Bei Windows klick ich auf setup und gut ist. Bei Linux muß ich zig Kram nachinstallieren, also ist Windows besser.«

Ich lad mir jetzt jedenfalls Knoppix 3.7 runter und installier das dann. SUSE mag mich offenbar nicht :(

Ab 2010: Vollbeschäftigung in Deutschland!

Lieber Leser,

die Überschrift ist leider nicht der Witz des Jahres. Dies hat unser lieber Bundesminister für Arbeit, Wolfgang Clement, in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung gesagt.

Ich weiß nicht, welches Deutschland er meint, aber wohl kaum das hier. Gibt's evtl. noch eins? Paralleluniversum? Zu viele Weihnachtsfeiern? Amboß auf den Kopf geflogen? Ersetzt durch einen Klon? Außerirdischer Parasit? Oder einfach nur gnadenlos optimistischer Wahnsinn? Wer weiß…

Vielleicht sollte ich ihn einfach mal anrufen. Wie auch bei Hartz IV, bin ich hier sicher nicht der einzige, der sich fragt, was ihn zu dieser – sehr freundlich ausgedrückt – astronomischen Aussage bewogen hat.

Bei Problemen mit den Anträgen auf Arbeitslosengeld II, »durfte« man ihn ja anrufen. Laß ich mir nicht zweimal sagen (hat mit Hartz IV zwar ansich nichts zu tun, aber egal) und werde morgen mein Telefon bemühen. Bin gespannt.

Ach, und wer immer den LSD-Stollen an Herrn Clement geschickt hat: keine Macht den Drogen!

P.S.: ich gebe mir eigentlich die größte Mühe politische Themen in meinem Weblog zu vermeiden, aber das hier sah mich an und flehte regelrecht danach geschrieben zu werden.

Das Phantom der Oper …

opera.pngImmer diese Querulanten. Furchtbar. Wo wir eh schon beim Thema sind: die Mozilla Foundation startet wohl einen Krieg an zwei Fronten. Während Firefox den Internet Explorer schon auf den Rückzug Richtung Redmond drängt, wurde das Projekt »Lightning« angekündigt. Es soll Mozilla Thunderbird und den vor kurzem aus der Taufe gehobenen Mozilla Sunbird vereinen, um Outlook entgegen zu treten. Wenn das so weitergeht, gibt’s irgendwann noch Mozilla Office.

Wenn die Mehrzahl zur Einzahl wird

»Die USA hat eins[…]«

Damit beginnt ein neuer Artikel von Spiegel Online.

Es scheint zur wahren Seuche geworden zu sein, den USA ein »ist« zu verpassen, statt dem korrekten »sind«. Die Abkürzung »USA« steht für United States of America. Zu deutsch: Vereinigte Staaten von Amerika.

Wie zum Henker kommt man dann auf Idee eine Verbform für einen Singular zu verwenden?

Ich lese diese Art von Fehler zwar nahezu jeden Tag in diversen Foren, aber für ein Online-Magazin, das gleichzeitig in seiner Rubrik »Zwiebelfisch« über solche Dinge noch eine Art Zeigefinger erhebt, ist es doch schon wirklich peinlich.

Rechtschreibfehler des Monats

  1. Nominierung: »Logig« statt Logik

  2. Nominierung: »tod« statt tot (nach seid/seit ist wohl dieses Wort dran)

Weitere Vorschläge?

Nachtrag:

Das ist wirklich klasse:

  1. Nominierung: »Fordsetzung«

Schön, daß inzwischen selbst Wörter von der Automobilbranche gesponsert werden.

Das Flop-Jahr 2004

Die FAZ hat sich intensiv mit dem Thema beschäftigt.

So viele Gurken auf einem Haufen gab's selten. Es herrscht wohl wirklich eine absolute Ideenlosigkeit sowie die »sprinst Du aus dem Fenster, spring ich hinterher«-Mentalität bei den Sendern bzw. Produktionsfirmen.

Angefangen hat das ganze mit den Talk-Shows, die dann wie Pilze aus dem Boden sproßen und das Nachmittagsprogramm regelrecht verseucht haben. Dann kam Barbara Salesch und zog einen riesigen Rattenschwanz voller TV-Richter hinter sich her. Dicht gefolgt von den TV-Detektiven und Polizisten. Zwischendrin noch die Casting- Chart und Schönheitschirurgie-Hysterie, gemixt mit zahllosen und äußerst miesen Kopien von US-TV-Formaten, fertig ist die aktuelle deutsche Fernsehlandschaft – neuerdings auch in flüssiger Form in Apotheken erhältlich, als Brechmittel.

PISA Gear Solid

Mei Ling

Gefunden im Mathe-Aufgabenbogen zum Thema Währung der aktuellen PISA-Studie. Fraglich, ob diese Mei Ling via Codec erreichbar ist oder Spielstände speichern kann.

Wo ich dann eh schon beim Thema Metal Gear bin: Colonel Gurlukovich hatte in »Sons of Liberty« recht. Die ursprüngliche Idee bzw. Technologie einer mobilen und unabhängigen Abschußbasis für Nuklearwaffen stammt tatsächlich aus Rußland bzw. der Sowjetunion. Das war zumindest klar aus den Story-Schnippseln aktueller Previews zu »Snake Eater« ersichtlich.

Spinnen wir aber mal in Kojima-Manier noch etwas weiter zurück: 1962, die Kubakrise war gerade beigelegt. Der 2. Weltkrieg ist noch keine 20 Jahre vorbei. Viele deutsche Wissenschaftler stehen nun in Diensten der USA und der Sowjets. Es wäre möglich, daß auch bei den Arbeiten an »Shagohod« deutsche Ingenieure beteiligt waren.

Sicherlich, etwas weit hergeholt, aber da Hideo Kojima doch eine sehr blühende Phantasie hat, wie er mit den Patriots in »Sons of Liberty« bewiesen hat, halte ich soetwas schon für möglich.

Wer weiß, vielleicht spielen wir in MGS 4 dann »The Boss« in Nazi-Berlin und versuchen die Pläne der V4, dem »Reichsweltenvernichter« (andere Idee für eine reichsdeutsche Metal-Gear-Bezeichnung? Immer her damit…), zu stehlen.

Erwähnte ich schon, daß ein früherer Deutschlehrer über mich sagte, ich hätte zu wenig Phantasie?

Star Trek und die Logik, Teil 10.001

Mal wieder das leidige Thema, aber diesmal kriegt Deep Space Nine das Fett weg, nicht Voyager.

Das Thema ist der Dominion-Krieg bzw. eher die merkwürdige Flottenzusammensetzung und Taktikfehler der Sternenflotte.

Der härteste und verlustreichste Krieg tobt und was macht das Flaggschiff? Richtig, es ist weit hinter der Front und kümmert sich lieber um Fast-Prä-Warp-Zivilisationen, die man als Verbündete braucht oder mischt sich in die Streitigkeiten von Ba'ku und S'ona ein.

Ist ja klar oder? Die Sovereign-Klasse verfügt über höchstentwickelte Waffen- und Defensivsysteme, also dürfen die einzigen zwei Schiffe – die Sovereign und die Enterprise – irgendwo weit weg von der Front rumschippern und Laufburschenaufträge erledigen.

Typ XII-Phaser, ablative Hüllenpanzerung, regenerative Schilde, Quantentorpedos… wer braucht das schon gegen das Dominion? Lieber werden ganze Flotten zu klump geschossen, statt die zwei Flaggschiffe mitkämpfen zu lassen. Noch dazu die Enterprise mit einer der erfahrensten Crews der Sternenflotte.

Sofern vorhanden, hätte man wahrscheinlich noch eher die Voyager in den Kampf geschickt, statt diese zwei »One Ship Armies«.

Noch etwas zur gestrigen Folge: die Breen haben zwar mit dem Angriff auf die Erde einen Schock ausgelöst, aber eigentlich wenig Schaden angerichtet. An deren Stelle hätte ich noch ein paar Schiffe mehr mitgeschickt und parallel den Mars angegriffen, genauer gesagt Utopia Planitia, wo die wirklich dicken Brocken gebaut werden. Das wäre ein wirklich harter Schlag gewesen und dazu noch eine günstige Gelegenheit, wenn man wohl schon problemlos in Sektor 001 kommt.