http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/421/41380/
Ich dachte eigentlich, daß wir diesen Mist hinter uns hätten. Schön wär's gewesen, leider gibt es immer noch diese Holzhammer-Artikel von adjektivschmeißenden Schreiberlingen, die sich offenbar wichtiger machen wollen als sie sind. Einen solchen Artikel würde ich aber eher in der »Bild« vermuten als in der »SZ«. Immer schön drauf, am besten mit dem Vorschlaghammer.
Jeder, der auch nur ein bißchen Ahnung von der Materie hat, weiß, daß sich Doom 3 mit Gewalt und Splattereffekten eher noch im erträglichen Bereich befindet. Da gibt's wirklich wesentlich schlimmere Titel.
Noch dazu vermischt der Urheber dieses »Artikels« Blut bzw. Gewalt mit Atmosphäre und Spannung des Spiels. Er stellt es so dar, als würde einen Doom 3 durch die, lt. ihm zelebrierte Gewalt, fertigmachen. Das ist aber nunmal nicht der Fall. Die eingesetzten Schockeffekte basieren in erster Linie auf Schattenspielen, unheimlichen Geräuschen sowie überraschend auftauchenden Gegnern. Nicht auf möglichst blutigen Szenen, wie es der Text darstellt.
Einen kleinen Lichtblick gibt es dennoch. Der Autor hat das passende Wort zu seinem Artikel in selbigem verwendet: armselig. Selbsterkenntnis ist immer noch der erste Schritt zur Besserung.