madcats[welt]

Bahnsinn

So, so. Die Bahn sucht mal wieder ein neuen Namen. Vermutlich wird's was (d)englisches, wie z.B. »MMCMehdorn's Money Cemetery« oder ein Leservorschlag von Spiegel Online, »LATELogistics and Transport for Europe«. Wer braucht denn schon deutsch? Wir leben ja schließlich in Deutschland …

Was, lieber Herr Mehdorn, ist an »Die Bahn« so schlecht? Zu deutsch? Zu altmodisch? Oder einfach nur zuviel nicht vorhandenes Geld, das man zum Fenster rauswerfen will? Tja, ich weiß es nicht, aber dafür fallen mir ein paar andere Sachen für Ihren Verein ein: Kundenservice, Pünktlichkeit, Zuverläßigkeit – schon mal gehört? Nein? Schade, aber sich dann wundern, warum die Billigfluglinien solchen Zulauf haben. Selbst die Lufthansa kann die Bahnpreise noch unterbieten, wenn man früh genug bucht.

Außerdem muß man bei Flugzeugen normal keine Angst haben, daß sie in Tunneln liegenbleiben oder auf freier Strecke im Sommer nicht weiterfahren können, ohne daß man ein Fenster öffnen kann.

Morgen in Bild

»World of Warcraft tötet Weblogs!«

Nein, dieses Weblog wird nicht sterben – keine Sorge. World of Warcraft war und wird evlt. auch der Grund sein, warum ich in letzter Zeit so wenig schreibe.

Nebenbei: Murphy, laß mich endlich in Ruhe. Ich hab's satt jeden Tag zum Briefkasten zu rennen, nur um zu sehen, daß nichts drin ist und sobald ich wieder oben bin, kommt der Post-Heini dann.

Ach, und liebe Post: könntet Ihr Briefe vielleicht auch mal vormittags bringen, wie sich das gehört? Danke.

Tote vor Gericht

Der Verband RIAA läßt mal wieder eine Klagewelle los. Diesmal erwischt es sogar eine bereits Verstorbene.

AP berichtet, daß die RIAA eine bereits in Dezember verstorbene Renterin (83), die angeblich über 700 Titel über Tauschbörsen verbreitet haben soll, verklagt hätte. Selbst eine Sterbeurkunde, die der RIAA von der Tochter zugesandt wurde, zeigte keine Wirkung.

Egal, wie sehr sich doch die Kulturen unterscheiden, die Bürokratie ist in jedem Land gleich – gleich bescheuert.

Denial of Service …

Wie bringt man Norton Internet Security (NIS) dazu, einen Rechner, den es eigentlich beschützen sollte, einer Self-DoS-Attacke zu unterziehen? Klingt sehr merkwürdig oder? Geht aber, wie der Chaos Computer Club sehr erfolgreich gezeigt hat:

Alles, was man wissen muß, sind die IPs der Nameserver, die das Opfer gerade benutzt. Mit einem kleinen Tool schickt man dann an das Opfer IP-Pakete mit gefälschter Absenderadresse, nämlich den DNS-IPs, auf den Port 666. NIS hält das ganze für einen Trojaner-Angriff und sperrt damit sofort den Zugriff auf die Absender-IP-Adressen der gefälschten Pakete. Domain-Namen können dann nicht mehr in ihre IP-Adressen aufgelöst werden, sprich surfen ist nahezu unmöglich, genauso wie andere Online-Aktivitäten, die eine DNS-Auflösung erfordern.

Das und noch viel mehr, demonstriert der CCC Ulm in seinem Vortrag über Personal-Firewalls. Wer gut zwei Stunden Zeit mitbringt, kann sich das ganze unter folgender URL runterladen: http://ulm.ccc.de/chaos-seminar/personal-firewalls/recording.html

Bordgeschütz? Radar? Wer braucht das schon?

Während man den Airbus A380 als Meisterstück europäischer Technologie feiert, säuft ein anderes Großprojekt regelrecht ab: der allseits beliebte Jäger 90, besser bekannt als Eurofighter.

Nach den erheblichen technischen Problemen der ersten acht ausgelieferten Modelle, geht es munter weiter. Aus Kostengründen verzichten einige Länder vorerst auf Raketenwarnsysteme, und schränken die Funktionen von Autopilot sowie Radar ein.

Als ob das noch nicht genug wäre, darf ein Eurofighter-Pilot bisher das Bordgeschütz, die Kurzstrecken-Luft-Luft-Raketen und die Flares zur Abwehr von infrarot-gelenkten Raketen nicht einsetzen. Externe Treibstofftanks sind auch tabu – dafür gibt es keine Freigabe.

Herrlich, nicht wahr? Der Stolz der europäischen Luftwaffen ist absolut nahkampfuntauglich, hat eine eingeschränkte Reichweite und wenn er mit Abwehrraketen beschossen wird, merkt der Pilot es erst, wenn die Maschine getroffen wird. Nach gut 16 Jahren Entwicklungszeit eine wirklich reife Leistung europäischer Rüstungstechnologie.

Beckmann und Fußball

Lieber Herr Beckmann,

bitte ersparen sie uns doch bitte in Zukunft ihre Kommentare zu Fußballspielen in der ARD. Es ist zeitweise nicht mehr mitanzuhören. Sie reden von einem »schönen Handspiel«, völlig nebensächlichen Dingen und teilweise einfach nur noch Blech. Ist Ihr Vorbild etwa Heribert Faßbender geworden?

Selbst das »dynamische Duo« Delling/Netzer wirkt im Vergleich noch angenehm.

Bitte, Herr Beckmann, lassen sie sich in Ihrer Talk-Show lieber weiterhin von Harald Schmidt zum Thema Sabine Christiansen hinters Licht führen, als Bundesligaspiele zu kommentieren. Das haben Sie ja schon beim Unterschichten-Fernsehen nie wirklich gekonnt.

Mit ergebenstem Dank im Voraus,

Ihr MadCat

Microsoft und PISA

Den Jungs bei Microsoft, genauer gesagt den Programmierern vom IE, hat wohl ein Pentium 1 mit Divisionsfehler das Rechnen beigebracht. Anders kann ich mir folgendes nicht mehr erklären:

Bei ein paar Basteleien an einem Stylesheet für Kollege Zoidberg, fiel mir auf, daß bestimmte Bereiche im Internet Explorer um ein bis zwei Pixel nach oben verschoben waren. Kein Problem, gleich korrigiert – soll ja auch im IE noch gut aussehen.

Als ich fertig war, hab ich den Krempel an Zoidberg geschickt, der daraufhin meinte, daß jetzt bei ihm die Bereiche, die ich korrigiert habe (und bei mir richtig angezeigt werden) verschoben wären. Tja, zuerst dachte ich, daß es evtl. an einer Korrektur im IE an SP2 liegt. Fehlanzeige. Zoidberg und ich haben die absolut identische IE-Version.

Entferne ich die Korrekturen, stellt mein IE es falsch dar. Belaße ich sie, paßt es in Zoidbergs IE nicht mehr.

Entschuldigung, liebe Programmierer, aber seid Ihr zu dämlich in der gleichen Version Eures Browsers eine einheitliche Darstellung hinzubekommen? Ihr macht uns eh schon das Leben, durch mangelnde Unterstützung der Standards, schwer und dann sowas – wie zum Teufel soll man da noch vernünftig aussehende Seiten basteln, wenn Euer Browser solche Böcke schießt?

Papi, ich will Bettler werden!

Die Jungs vom Bundesgrenzschutz haben am Frankfurter Hauptbahnhof einen Bettler festgenommen, der am Tag an die 800 Euro »Umsatz« gemacht hat. Das sind 24.000 Euro/Monat, steuerfrei.

Selbst wenn ich das nur an einem Tag in der Woche machen würde, hätte ich netto mehr »Gehalt« als mit einem abgeschlossenen Studium.