madcats[welt]

Frühjahrsputz

Auch wenn das Wetter in diesen Tagen alles andere als an Frühling erinnert, wird es Zeit für eine Renovierung. Parallel zum neuen Layout geht auch mcw[blog] 2.0 an den Start.

An den eigentlichen Funktionen ändert sich nicht viel, abgesehen von »sprechenden« URLs und einer erweiterten Sidebar, deren Einteilung man über ein simples Javascript nach belieben ein- und ausklappen kann.

Intern ist dagegen alles neu, sogar das Datenbank-Schema. Fast alle Code-Teile sind objektorientiert und entsprechen dem Model View Controller-Pattern (MVC). Das mag für ein Weblog übertrieben klingen, aber es lässt sich dadurch sehr einfach erweitern und warten. Die Zeitersparnis ist wirklich enorm, z.B. hat es nur eine gute halbe Stunde gedauert, bis der komplette Feed-Teil (RSS und Atom) fertig war.

Abgesehen vom eigentlichen Weblog-Modul und entsprechenden Zusatzfunktionen wie Kommentare, Kategorien und Feeds, ist aber noch nichts fertig. In der finalen Version wird es möglich sein mit einer Installation mehrere Blogs zu betreiben, die auch auf unterschiedlichen Domains laufen und noch einige andere Dinge, die momentan nur als Konzept existieren – mehr wird nicht verraten.

Und nun wünsche ich allen viel Spaß mit der neuen Version. Kritik, Ideen oder Verbesserungsvorschläge bitte als Kommentar hinterlassen.

And the Oscar goes to …

»Die Liebe in den Zeiten der Cholera«.

Ich kenne weder Buch noch Film, aber der Titel ist einfach bescheuert – egal, ob auf Spanisch, Englisch oder Deutsch.

Leb wohl, GameCube!

Seit etwas über einer Woche bin ich stolzer Besitzer einer Wii mit Super Mario Galaxy und Zelda – Twilight Princess. Mein Cube geht damit in Rente. Der etwas an Apple orientierte Stil der Wii macht sich neben dem Fernseher einfach besser als ein lilaner Würfel.

Nach den enttäuschenden und für meine Verhältnisse zu schweren Super Mario Sunshine (ja, ich bin schlecht), ist Galaxy die reinste Freude. Man merkt von der ersten Sekunde an, dass jeder Pixel durchdacht wurde, um Spielspaß zu versprühen. Und vor allem: endlich ein Jump'n Run, in dem ich nicht runterfallen kann! JUHU!

Twilight Princess dagegen ist ein recht ernstes Spiel geworden. Schade eigentlich, ich mochte die selbstironische Cellshading-Inszenierung in Wind Waker. Trotzdem ist Nintendo wieder ein Geniestreich gelungen. Die Idee mit Licht- und Schattenwelt ist besser umgesetzt als in A Link to the Past und die Steuerung mit der Wiimote klappt hervorragend

Alles in allem sind es zwei geniale Spiele, die nach dem leichten Durchhänger der Vorgänger auf dem GameCube die Messlatte wieder ein Stück höher legen. Viele PC-Spiele-Studios sollten sich davon eine gehörige Scheibe abschneiden. Auf Betatests mit Vollpreistiteln, 08/15-Geschichten und noch ein generisches Grinder-MMORPG habe ich keine Lust mehr – dafür sind mir meine Zeit und mein Geld zu schade.

Firefox 3

Eigentlich wollte ich die Finger von den Beta-Versionen lassen, nachdem mich die erste mit 1,3 GB Prozessgröße (OS X) überraschte. Die Beta 3 hingegen reizte dann doch und macht richtig Spaß. Dass über 350 Speicherlöcher gestopft wurden, merkt man deutlich. Selbst nach mehreren Stunden mit zig Tabs, kam er nur knapp über 100 MB (Windows). Der neue »Memory Cycle Collector« scheint gute Arbeit zu leisten und durch »FUEL« sollten auch in den Extensions die Lecks weitgehend unter Kontrolle bleiben.

Gecko 1.9 geht ordentlich zur Sache: der Umstieg auf Cairo hat einen ordentlichen Schub gebracht. Firefox 3 rendert damit fast so schnell wie Opera. Viel wichtiger ist aber das Steigern der Javascript-Leistung, die erheblich verbessert wurde. Die Sonderzeichen-Tabelle in TinyMCE wirkt regelrecht entfesselt: während man in Firefox 2 noch min. zwei bis drei Sekunden warten musste, passiert der Aufbau jetzt augenblicklich.

Ganz neu ist »Places«, die Vereinigung aus History und Bookmarks. Beides wird nun in einer SQLite-Datenbank gespeichert, was den Zugriff auf die Daten vereinfacht. In der Adressleiste werden nicht mehr nur die URLs aus der History durchsucht, sondern auch Seitentitel und Bookmarks. Letzteren kann man nun Tags zuweisen, was einem das Wiederfinden in großen Listen erleichtert.

Natürlich funktioniert wieder ein Großteil der Extensions und Themes wieder nicht, aber das ist bei einer Firefox-Beta schon Standard. Adblock Plus, Firebug, DownThemAll, CustomizeGoogle etc. sind aber schon entsprechend angepasst oder als passende Beta erhältlich.

Abschließend kann ich nur sagen, dass es von Firefox 2 auf 3 ein deutlich größerer Schritt ist, als noch beim letzten großen Versionswechsel. Man scheint sich wieder auf das zu konzentrieren, was Firefox ausmacht: ein schlanker und schneller Browser, den man über Extensions und Themes individuell anpassen kann. Ich freue mich auf die finale Version und dass sie viele Leute überzeugen wird.

Breaking News

DVDs: Der Untergang, Casino Royale

Buch: Jeremy D. Zawodny – High Performance MySQL

iTunes: Nancy Sinatra – These Boots are made for walkin‘

Spiele: Call of Duty 4, Jade Empire (PC)

Hassobjekt: Rucksack + Idiot + überfüllte U6

Babylon

Logisch gedacht sollte einer UK-Version von Call of Duty 4 ein englischsprachiges Handbuch beiliegen. Entweder habe ich nun ein lustiges Exemplar am unsinnigen Donnerstag erstanden oder Frankreich ist unbemerkt bei den Briten einmarschiert und Englisch wurde abgeschafft.

Aber Frankreich gewinnt eigentlich nie Kriege …

MacBook Air

Apple polarisiert. Mal wieder. Ich frage mich nur, warum. Ist es wirklich so schwer ein normales Verhältnis zu einem Mac zu haben?

Das MacBook Air ist das neueste Beispiel. Entweder man findet es toll oder es ist Dreck. Leute, die letzteres vertreten sind aber oft gar nicht in der Zielgruppe. Die Jungs aus Cupertino wollten ein hochportables Notebook und sind dabei nur wenige Kompromisse zwischen Mobilität respektive Produktivität eingegangen.

So sehr ich mein PowerBook 12” auch mag, ich würde es sofort tauschen. Wenn man täglich knapp drei Stunden in Zügen verbringt, will man ein möglichst leichtes, schlankes Arbeitsgerät ohne Schnörkel. Dazu liefert einem das MacBook Air noch ein 13” Display mit 1280 x 800 Pixel und einige richtige Tastatur. Was will ich denn als Programmierer, der unterwegs arbeiten will, denn bitte mehr?

Die 1024 x 768 Pixel Auflösung des 12”-Displays eignen sich weder besonders gut für Leopard noch fürs Arbeiten. Als es vor vier Jahren auf den Markt kam, war das noch anders – heutzutage ist es einfach zu wenig. Wobei ich ihm aber zu gute halten muss, dass Leopard sehr gut auf so einer betagten Hardware läuft. Man stelle sich ein normales Notebook gleichen Alters mit Windows Vista vor …

Worauf ich jedoch eigentlich hinaus will: das MacBook Air ist nicht für jedermann. Wer einen Desktop-Ersatz, mehr Leistung oder gar damit spielen will, soll doch bitte zu den anderen beiden Modellen oder einem beliebigen PC-Notebook greifen und den Air-Besitzern ihre Freude lassen.

Ruby ist da

'Ruby' ist der neue Codename für mcw[blog] 2.0. Das Benennungsschema wollte ich ja schon lange ändern, aber mir ist nie etwas vernünftiges eingefallen.

Lustigerweise entstand 'Ruby' durch den Nachfolger 'Sapphire' (wahrscheinlich Version 3). Inzwischen haben sich so viele Ideen angesammelt, was ich noch besser machen kann, das es nicht mehr sinnvoll ist, es noch in der kommenden Version umzusetzen.

Die Core-App bekommt ein komplett neues Konzept, das an deutlich stärker bzw. ausschließlich objektorientiert sein wird. Soweit es PHP 5.3, evtl. auch schon 6.0 zulassen wird. Die Datenbankschnittstelle z.B. wird nur noch auf MySQLi basieren, um Sicherheits-Features wie mysqli::prepare() nutzen zu können.

Im Gegensatz zu 'Ruby' und 'miau10' wird das Datenbank-Schema größtenteils unverändert bleiben, da ich mit der aktuellen Struktur sehr zufrieden bin und sie zukunftssicher ist. Dazu wird nur noch MySQL 5 unterstützt, unter anderem wegen der Views im Zusammenspiel mit der Multi-Weblog-Funktion.

Insgesamt betreffen die meisten Ideen – bisher – die Core-App, an den eigentlichen Modulen wird sich intern wenig ändern. Nur die Models müssen den neuen Gegebenheiten angepasst werden.

'Sapphire' wird ein wichtiger Schritt in Richtung objektorientierter Vorhölle für prozedurale Web-Programmierer. Trotz der Einschränkungen, dass nur die wenigsten PHP-Kernfunktionen als (brauchbare) Klassen zur Verfügung stehen.

Still alive

Bin spät dran mit der Orange Box. Dabei ist sie alleine wegen Portal das Geld wert – hätte ich das mal früher gewusst.

Wenn man bedenkt, dass es eigentlich mehr eine abgedrehte Technik-Demo mit einer ordentlichen Portion schwarzem Humor ist, kann es erstaunlich viel Freude bereiten. Die paar Stunden mit GLaDOS waren unterhaltsamer als viele Vollpreistitel, inkl. Crysis.

Womit ich wieder mal beim leidigen Thema wäre, dass mich pro Jahr nur wenige Spiele wirklich vom Hocker reißen – und das sind meistens nicht die von den Journalisten mit Preisen überhäuften. Es werden immer weniger Titel, die wirklich begeistern können. Während man Monkey Island, Final Fantasy VII etc. immer wieder rauf und runter spielen kann, ohne dass sie langweilig werden.

Wir brauchen mehr Kreativität, statt Blender-Grafik, die im Endeffekt mehr Werbung für ATI und nVidia als Spiel ist.

Und nicht vergessen: THE CAKE IS A LIE!