madcats[welt]

Dogma

Ich mag den Film. Schön durchgeknallt, vielleicht etwas zu niveaulos, aber im Grunde einer, der wenigen Produktionen, die etwas nachdenkliches an sich haben. Ähnlich wie Stigmata, wenn man ernstere Filme bevorzugt.

Die Grundaussage ist jedoch bei beiden nahezu gleich: Glaube braucht keine Institution, die einem Vorschriften im Namen desjenigen macht, an den man glaubt.

Kritiker werfen Dogma (siehe diverse Benutzerrezensionen bei amazon) vor, er wäre reine Blasphemie, Provokation, baue auf den Glaubesvorstellungen von Kindern auf, würde an der Lebensgrundlage von Millionen kratzen usw. – Diese Leute sollten sich den Film doch mal ohne die rosarote Kirchenbrille ansehen. Er zielt nicht gegen den Glauben oder ihren Gott, sondern einzig und allein gegen die katholische Kirche und vergleichbare Einrichtungen anderer Religionen.

Womit wir beim Kern des Ganzen wären: wenn ich etwas oder jemanden glaube, brauche ich niemanden, der mir dazu Vorschriften macht oder mir gar diktieren will, wie ich zu leben habe. Genau das wird aber seit Jahrtausenden getan, und diese Machtbesessenheit hat Millionen bzw. inzwischen wohl schon Milliarden Menschen das Leben gekostet.

Wenn es solche höheren Wesen, die wir als Götter bezeichnen würden gibt, kann ich mir nur schwerlich vorstellen, daß sie diesen Wahnsinn in ihrem Namen gutheißen würden. Der Glaube an Gott oder an Menschen, die diesen angeblich vertreten, sind zwei grundverschiedene Dinge. Diese Tatsache ist das größte Risiko für den Machterhalt dieser »Glaubensgemeinschaften« …

Make it so

Offensichtlich ist Paramount endlich vernünftig geworden, und bringt nun Star Trek – The Next Generation endlich in vernünftigen Preisregionen auf DVD. Besser spät als nie.

Auch wenn ich mir erstmal nur Teil 1 der zweiten Staffel gegönnt habe, hat sich die Investion schon nach drei Folgen gelohnt. Da kommt einfach keine andere Star-Trek-Serie mit und wird es wohl auch nie. (Ich spare mir an dieser Stelle meine üblichen Tiraden gegen die NCC-74656.)

Mithalten kann da nur Babylon 5, auch wenn der Vergleich etwas unfair ist. Letzteres bietet eine über fünf Staffeln zusammenhängende Handlung, während Star Trek – The Next Generation ja aus überwiegend hervorragenden Einzelepisoden besteht.

Technisch gibt’s auch nichts zu meckern, wenn man von der deutschen Tonspur in Mono absieht. Wer braucht die aber schon? Nicht, daß die Synchronisation schlecht wäre (im Gegensatz zu vielen anderen Serien), aber die Übersetzung, insbesondere der technischen Begriffe, ist doch – nennen wir es mal – recht konserativ bis bescheuert.

Checkliste

Gerade höre ich: Star Wars Episode V – The Imperial March
Gerade spiele ich: Guild Wars Factions
Gerade lese ich: Star Wars – Shadows of the Empire
Zuletzt auf DVD gesehen: The Caine Mutiny

Eine Kugel Vanille-Forum, bitte …

Foren-Scripts – Kalter Krieg der Features und die unumstrittene, einzige Großmacht vBulletin mittendrin. Seit Jahren kaum etwas wirklich neues, immer nur mehr und mehr Funktionen.

Jetzt tut sich endlich was: Vanilla 1.0 ist da!

Ein erfrischend neues Konzept. Einfach aufgebaut, schickes Design, nicht überfrachtet, sehr flexibel erweiterbar (mit richtigen Plugins, ohne am Quellcode rumspielen zu müssen), gepaart mit AJAX-Unterstützung.

Davon können sich einige mal eine Scheibe abschneiden. Ein frischer Wind würde der ganzen Foren-Landschaft gut tun. Weg von den regelrecht monströsen, überladenen und oft unübersichtlichen Foren, hin zu kleinen, schnellen und individuell anpaßbaren Boards – konsequent mit AJAX.

Geklaut bei: Mornography.

Oh weh …

Ich glaube, ich muß nächste Woche Guild Wars kaufen. Momentan kann man es ja kostenlos testen, zwar nur 10 Stunden insgesamt, aber das reicht schon aus.

Mal sehen, werde wohl gleich Factions nehmen. Erscheint mir sinnvoller. Wir sehen uns dann nächstens Jahr wieder – hoffentlich. ;-)

Flexibi … was?

München, heute mittag, Hauptbahnhof.

Ich wollte eine Monatskarte für den Nahverkehr (S-Bahn etc, nicht Puff) kaufen. Kein Problem soweit. Aber gültig ab Montag? Pustekuchen. Der MVV kriegt es nicht gebacken, daß eine Monatskarte ab einem bestimmten Tag für 30 weitere gilt. Stattdessen immer nur von Anfang bis Ende eines Monats.

Was das soll? Keine Ahnung. Der Gültigkeitszeitraum steht sowieso drauf. Kann doch nicht so schwer sein, daß da statt 01.07.2006 – 31.07.2006 dann 26.06.2006 – 25.07.2006 steht, oder? Selbst »Die Bahn™®« kriegt das hin und das will ja wohl was heißen …

Lord Vader, rise!

Join the dark side of the force and get a free cookie!

VERBIETEN! VERBIETEN! VERBIETEN!

Nach den neusten Ergüssen eines Politikers zum Thema »Killerspiele«, fallen mir auch zwei Sachen ein, die man den Herrschaften in den diversen Landestagen bzw. dem Bundestag mal vorschlagen sollte:

1. Verbot
Begründung? Brauchen wir nicht. Schließlich haben Politiker mit Ihrer Forderung zum Verbot von »Killerspielen«, im besten Fall, fadenscheinige Argumente und frontal vorgekaute Fakten.

Politiker sind sowieso nur Lügner und Verbrecher, die den ganzen Tag unser Steuergeld zum Fenster hinauswerfen. Genauso wie wir Spieler jeden Tag hunderte Unschuldige niedermetzeln, John Carmack eine Jungfrau opfern (nein, nicht flachlegen… tzz, Nerds) und Nachbarskinder mit unserem illegalen M16 jagen gehen.

2. Altersfreigabe für Politiker
Wie das funktionieren soll? Ganz einfach. Jeder Politiker muß sich einmal im Jahr von PSK (Politik-Selbstkontrolle) dahingehend prüfen lassen, ob seine Äußerungen jugendgefährdend waren. Natürlich wird das ganze in Stichproben kontrolliert, den Politikern kann man ja bekanntlich nicht trauen, wie auch diesen branchenhörigen Typen bei FSK bzw. USK.

Entscheidendes Kriterium ist auch, wie oft man geschieden wurde. Schließlich sollen Politiker ja auch Vorbilder sein, und zwar nicht für Untreue, Veruntreuung und Selbstbereicherung. Hinzu kommt der Empörungsfaktor, das Verbal-Müll-Ranking und die Anzahl der nicht gehaltenen Wahlversprechen.

Grob überschlagen kommt kein aktueller Politiker unter der Freigabe ab 110 Jahren weg. In dem Alter ist man meistens eh schon tot…

Sind Spiele noch Spiele?

Die Überschrift mag komisch klingen, aber ist aber ernst gemeint. Wenn ich so in das World-of-Warcraft-Forum schaue, frage ich mich wirklich, ob das noch etwas mit einem Spiel zu tun hat?

Da wird in einem »Apell an Unfähige« verbissen über jeden geschimpft, der nicht die Azeroth-Weißheiten mit Löffeln gefressen hat oder es gar wagt, einen kleinen Fehler zu machen. Wenn die Server mal kurz ausfallen oder die Wartungsarbeiten länger dauern, folgen Hasstiraden gegen Blizzard und es kommt Weltuntergangsstimmung auf.

Die restlichen Themen drehen sich nur noch, um die besten Möglichkeiten zu farmen, die Skills und Boni zu maximieren, die besten Gegenstände zu bekommen oder sonstige Perfektionierungsmöglichkeiten.

Wer dabei nicht mitmacht, ist natürlich sofort der »n00b« oder einfach ein Idiot. Es wird einem von anderen Spielern quasi diktiert, wie man seine Skillpunkte zu verteilen, welche Items man zu besitzen und wie man seinen Charakter zu spielen hat.

Und jetzt soll mir bitte jemande sagen, was sowas noch mit einem Spiel zu tun hat? Wobei ich hier den Vorwurf nicht an World of Warcraft selbst richte. Das Problem sind die Spieler, die das ganze quasi »beruflich« machen und sich so sehr hineinsteigern, daß sie offenbar jeglichen Sinn für die Realität verlieren und glauben, sie könnten jeden, der dabei nicht mitmachen will, wie den letzten Dreck behandeln.

Inzwischen bin ich froh, daß ich nicht mehr in Azeroth bin, auch wenn es mich manchmal noch sehr in den Fingern juckt. World of Warcraft ist ein tolles Spiel, aber wie bei fast jedem großen Online-Rollenspiel, wird es von Extremspielern kaputt gemacht. Sehr schade.